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Dekanat Ried

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    Spendenaktion der Goddelauer Ex-Kerweborsch

    Make de Kerschtorm great again!

    Heidi Schließer-SekullaRalf Schuchmann überreichte stellvertretend für die „Ex-Goller-Kerwebosch“ einen Scheck von 1000 Euro zur Kirchensanierung an den Vorstitzenden des Kirchenvorstands der Goddelauer Gemeinde Alexander Kunzi (ganz rechts) und Pfarrerin Helga Donat.

    Wenn Mauern sprechen könnten, die Pfarrkirche in Goddelau könnte viel erzählen. Sie steht seit 1607 mitten im Ortskern von Goddelau und gehört zum Ortsbild und zum Ortsleben. Grund genug für die „Ex-Goller-Kerweborsch“ um sich eine Spendenaktion zur Sanierung des alternden Gemäuers auszudenken, bei der 1000 Euro zusammen gekommen sind.

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    Heidi Schließer-Sekulla

    Seit zwei Jahren liefen die Vorbereitungen für die Kirchensanierung. Im September war es schließlich soweit: das Dach der Kirche wurde abgedeckt. „Die alten Schindeln lagen im Container vor der Kirche. Da kam uns die Idee, dass wir damit doch nochwas machen könnten“, so Ralf Schuchmann. Die Ex-Kerwebosch, wie die Gruppe sich nennt, steckte die Köpfe zusammen und plante eine freiwillige Spendenaktion, die auf den Sanierungsbedarf ihrer Kirche aufmerksam machen sollte. Genau 410 Schindeln holten sie  aus dem Container. „Für jedes Jahr der Kirche eine“, so Schuchmann. Alle packten mit an. Bei  mehrstündiger Arbeit wurden die Schindeln gesäubert und schließlich mit einem Stempel bedruckt. „MAKE DE KERSCHTORM GREAT AGAIN“- war da nun zu lesen.

    Beim Kerweumzug am 8. Oktober zogen die Männer los und brachten die Schindeln unter die Leute. Die Reaktion der Leute beim Umzug waren unterschiedlich.
    „Manche haben sich einfach bedankt, manche haben bis zu 20 Euro gespendet“, beschreibt Schuchmann. Dass am Ende 1000 Euro zusammen gekommen sind, darauf sind sie richtig stolz.

    Pfarrerin Helga Donat ist auch begeistert von soviel gelebter Verbundenheit: „Was soll ich sagen, ich bin dankbar und finde das Engagement für die eigene Kirche toll.“ Bereits einmal hatten die Ex-Kerweborsch eine Aktion für die Kirche umgesetzt. 2013 halfen sie mit, dass die Kirchbank um den Baum vor der Kirche wieder aufgebaut wurde. Das Verhältnis zwischen Kirche und Kerb in Goddelau ist seit jeher ein enges. Jedes Jahr gibt es einen gemeinschaftlich gestalteten Kerb-Gottesdienst. „Ich bin auch die einzige Frau, die den Goller Kerweborsch-Pulli tragen darf“, schmunzelt Donat und sie tut das gerne, „ich spüre, dass die Jungs sich hier in der Kirche zuhause fühlen.“

    Insgesamt belaufen sich die Sanierungskosten für Dachstuhl und Kirchturm auf
    800. 000 Euro. 160.000 Euro muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen. Mit den 1000 Euro der Schindel-Spendenaktion hat die Gemeinde knapp 64.000 Euro bereits zusammen. „Solche Spendenaktionen helfen natürlich sehr und füllen unsere Gemeinde mit guten Ideen und Lebendigkeit“, freut sich Donat.  Sie  rechnet damit, dass im Frühjahr 2018 die Sanierung abgeschlossen sein wird. Die Gottesdienste feiern sie aber in der Kirche. Sollte das aus Sicherheitsgründen mal nicht möglich sein während der Sanierung, hat die Gemeinde Gastrecht in der katholischen Kirche. „Über diese gelebte und unkomplizierte Ökumene bin ich auch sehr dankbar“, so Donat.

    Auf den nächsten Kerwe-Gottesdienst in der kleine Pfarrkirche im Herbst 2018 kann man sich also jetzt schon freuen. Denn- wenn alles gut geht- ist  bis dahin „de Kerschtorm“ längst wieder „great again“.
     



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