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Dekanat Ried

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    Besuch des Ev. Dekanats Ried mit 1,9 t Lebendgewicht auf dem Brunnenhof

    Im Rahmen der Reihe“ Betriebsbesuche“ lud das Ev. Dekanat Ried und das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung nach Biebesheim ein. Heike Kissel, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung des Dekanats, begrüßte die 25 Besucher*innen bei strahlendem Sonnenschein.

    Bildergalerie

    Heike Miehe

     

     

     

    Text von Heike Kissel

    Steffen Geipert, Geschäftsführer der Kompostierungsanlage, informierte über die Anfänge des Familienunternehmens seit 1991. Der Großvater bewirtschaftete einen landwirtschaftlichen Betrieb „Brunnenhof“ direkt neben der heutigen Kompostierungsanlage. Als die Schweinemast nicht mehr rentabel war, ging es weiter mit einem kleinen Kompostierungsplatz. Nach Einführung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (regelt die Entsorgung von Abfällen) verarbeitet die Kompostierungsanlage Brunnenhof Bioabfälle aus den Kommunen im Süden des Kreises Groß-Gerau. Die Anlieferung von Grünabfällen ist für die für Bürger aus dem Kreis kostenlos.

    Rundgang
    Wer das Gelände des Brunnenhofs betritt, überquert den „Wiegecontainer“. Hier werden die Anlieferungsmengen beim Ein- und Ausfahren gewogen. Das Gleiche passierte der Besuchergruppe. 1,9 t brachten die Teilnehmer*innen der Betriebsbesichtigung auf die Waage.  Steffen Geipert führte vor, was an diesem Tag an Bioabfällen von Lastwagen angeliefert wird – durchmischter Grünabfall, aber auch viel Plastik. „Früher wurde noch von Hand aussortiert, aber bei 15 000 Tonnen im Jahr ist das heute nicht mehr möglich.“ Mit Förderschnecken werden die sieben vom Vater, Herbert Geipert, entwickelten 4,5 m x 15 m großen Rottetrommeln befüllt. Nach dem Absieben, entfernen Gebläse Plastikteile, Magnete eisenhaltigen Abfall, es wird zerkleinert, schließlich gewaschen. Nach der Hygienisierung entsteht am Ende wertvoller Gartendünger, nur 10 % gehen als Müll vom Hof. Beim Rundgang über das Betriebsgelände konnten die Besucher*innen die einzelnen Phasen der Kompostierung erleben. Z. Zt. wird die Arbeit mit sechs Vollzeitstellen bewältigt. Die Ausbildung einer Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft könnte zukünftig das Team ergänzen.

    Problem Biotonne
    Hier ist eine immer stärkere Verunreinigung des Bioabfalls zu beklagen, besonders im Winter. Immer aufwendiger werden die Arbeitsschritte, mit denen Stoffe aussortiert werden müssen. „In die Biotonne gehören organische Abfälle, also Obst- und Gemüseabfälle, feste Essensreste, die man ohne Weiteres in Papier einwickeln kann, Gartenabfälle, Tee- und Kaffeesatz oder auch Topfpflanzen“, so Steffen Geipert. In einem Test wurden in Biebesheim erstmals die Biotonnen kontrolliert. Etwa 150 Biotonnen enthielten Störstoffe wie Lebensmittelverpackungen, Folien und sonstigen Hausmüll. Hier wurde mit einer gelben Karte auf das Problem hingewiesen. Zukünftig gibt es neue Verordnungen, die die Schadstoffanteile weiter begrenzen, was immer schwieriger wird umzusetzen.

    Endprodukte
    Kompost, Pflanz- und Gartenerde, Blumenerde, Holzhackschnitzel und Rindenmulch in unterschiedlichen Körnungen als natürliches Abdeckmaterial kann am Ende der Verarbeitung lose erworben werden.
    Nach zwei interessanten Stunden bedankte sich Heike Kissel für Führung und Bewirtung bei Familie Geipert und wies auf weitere Termine der Betriebsbesuche hin.

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